Über mich

Einige werden sich angesichts der Schärfe meiner Berichte fragen: Hat er überhaupt die nötige Expertise? Hier ist ein kurzer, ungeschönter Abriss meiner Biografie:

Ich bin 73 Jahre alt, verheiratet, habe zwei Söhne und zwei Enkel und wohne seit 1978 in Berlin.

Meine Defizite? Kein Karriere förderndes Verhalten und eine nachweislich schlechte Selbstvermarktung. Aber ich blicke auf über 40 Jahre harte investigative Arbeit zurück:

  • Seit 1983 journalistisch tätig: Aufdeckung (zusammen mit dem WDR) des Berliner Heizölpanschskandals. Mein Beitrag 1986 in Monitor zum „Berliner Bauskandal“ bewirkte damals den Rücktritt des CDU-Innensenators Lummer und des Umweltsenators Vetter (FDP).
  • Politische Vergangenheit: Bis 1990 Mitglied der Alternativen Liste (AL) Berlin, davon zwei Jahre im Geschäftsführenden Ausschuss., ständiges Mitglied im Delegiertenrat. Ende 1990 trat ich aus der AL aus.
  • Spiegel TV & DER SPIEGEL (1990–2003): 13 Jahre lang war ich direkt Stefan Aust unterstellt und nur ihm verpflichtet. 1992 enttarnte ich meinen engen Freund Dirk Schneider (AL), den ersten grünen Bundestagsabgeordneten, als Stasi-Spitzel „Ludwig“.
  • Maueröffnung & Polit-Affären: 1990 recherchierte ich im Auftrag von Stefan Aust zur Maueröffnung an der Bornholmer Straße (seitdem nehmen er und G. Mascolo diese Recherche für sich in Anspruch). Von 1990 bis 1996 führte ich die Recherchen zur Stasiverquickung von L. de Maizière, Stolpe und Gysi.
  • Die Trennung vom SPIEGEL (2002): Der Spiegel trennte sich von mir, nachdem ich Aust vorgeworfen hatte, seinem damaligen Freund Bundeskanzler Schröder zuliebe Dokumente zu meinen Recherchen über die Hunzinger AG, Verteidigungsminister Scharping und Cem Özdemir vom Markt kaufen zu wollen. Die Story wurde daraufhin von meinem Informanten an den Stern verkauft. Der Spiegel hat daraufhin alles unternommen, dass ich journalistisch nicht mehr tätig werden konnte. In Austs Biografie wird mein Name bis heute mit keinem Wort erwähnt.
  • Von 2003 bis 2022: Arbeitslos, aber niemals beschäftigungslos.

Die historische Blaupause: Das Erbe der Schatten-Netzwerke

Meine Fähigkeit, die heutigen Verflechtungen in Nahost zu durchleuchten, basiert auf meiner tiefen Erfahrung mit Geheimdienstarchiven. Anfang 1990 erfuhr ich als erster Journalist, dass die DDR zehn gesuchte RAF-Terroristen versteckt hielt. Jahrelange, intensive Gespräche mit ehemaligen Stasi-Mitarbeitern der HA XXII (Terrorabwehr) gaben mir einen tiefen Einblick in die Welt des internationalen Terrorismus – insbesondere auch in jenen, der uns heute in Nahost beschäftigt.

Dieses Wissen ist kein verstaubtes Relikt. Es ist die direkte operative Blaupause für das, was wir heute erleben.

Ich veröffentliche hierzu demnächst ein brisantes ungeschwärztes Dokument aus dem BStU-Archiv:

  • Die Akten belegen, wie das MfS 1987 eine Ausländer-Information zu Aktivitäten des libyschen Geheimdienstes unter Nutzung ausländischer Studenten in der DDR anlegte.
  • Gesteuert wurde das Netz unter anderem durch einen in Syrien (Damaskus) wohnhaften Palästinenser: Dr. Musa.
  • Das MfS rekrutierte gezielt arabische Studenten wie den IMB „Karsten Berg“ (Assem Jarrah) in Greifswald für konspirative Einflussoperationen und die „Informationsgewinnung“ in Westberlin und Europa.

Schaut man in die Akte, sieht man die exakte Parallele zu heute:

  1. Tarnung als Wissensquelle: Die Zielstellung wurde konspirativ als bloße „Informationsgewinnung“ deklariert, um den Charakter der Operation zu verschleiern. Genau so, wie man uns heute Aktivisten als „neutrale Ortskräfte“ verkauft.
  2. Finanzielle Abhängigkeit: Es wurden konkrete Vorplanungen (60.000 Dollar Budget, 400–500 Dollar monatliche Zuwendungen pro Mitglied) getroffen, um logistische Strukturen und technische Ausrüstung zu sichern.
  3. Umgehung offizieller Kanäle: Es gab ein striktes Verbot, das offizielle libysche Volksbüro einzuschalten, um im Verborgenen zu operieren.

Und hier schließt sich der Kreis zur Gegenwart: Derselbe Name – Dr. Musa – taucht heute als Funktionsträger im Hamas-gesteuerten Gesundheitsministerium in Gaza auf, der zentralen Drehscheibe für die mediale und logistische Kontrolle der Narrative vor Ort. Ist dies nur ein Zufall, oder blicken wir hier auf das Überdauern jener operativen Kader-Strukturen, die bereits vor vier Jahrzehnten unter den Augen der Stasi perfektioniert wurden?

Wer die operativen Handbücher kennt, weiß: Information ist in einem totalitären Umfeld niemals neutral. ARD, ZDF und Der Spiegel ignorieren diese fundamentalen Lektionen der Geschichte.