Aus der Giftküche der Hamas-Propaganda (Monitor & Tagesschau)

Ausgangspunkt der Debatte:
Am 29. Juni 2026 richtete ich die folgenden vier Fragen an Georg Restle (@georgrestle), nachdem dieser die Berichterstattung der Jüdischen Allgemeine kritisiert hatte:

„Ich darf ja nicht antworten. Deshalb hier 4 Fragen:

  1. Hat Monitor unter Ihrer Leitung jemals Material aus Gaza verwendet, das originär aus Quellen der Hamas oder direkt von einem Hamas-Mitglied stammt?
  2. Hat Monitor die Quellen aus Gaza hinsichtlich ihrer Hamas-Affinität überprüft?
  3. Hat Monitor stets sichtbar gemacht, woher das verwendete Material originär stammt?
  4. Schließt Monitor für die Vergangenheit eine Zusammenarbeit mit Hamas-„nahen“ Journalisten aus?

Ich weiß natürlich schon jetzt, dass Herr Restle mir nicht antworten wird. Denn Georg Restle scheut die sachliche Auseinandersetzung.“

Reaktion aus dem Netz:
„’schließt aus‘ ist doch Quark. Natürlich hat kein Sender die Möglichkeit, einen Sicherheitscheck zu machen wie ein Geheimdienst, selbst die IDF rücken ja nur nach und mit ihren Erkenntnissen zu ‚Hamas-Kontakten‘ der locals raus.“
— @plumpaquatsch11, 29. Juni

Meine Antwort auf die Kritik:
„Nein, es ist kein ‚Quark‘. Ich werde es noch an einigen Beispielen genauestens aufzeigen. […]“ Inhaltlich gute Artikel brauchen viel Arbeit und finanzielle Ressourcen:


Die ARD-Berichterstattung:

Monitor & Tagesschau – Aus der Giftküche der Hamas-Propaganda direkt in die deutschen Wohnzimmer

„Wir fordern unsere Aktivisten und Medienleute auf, der Linie des Widerstands zu folgen und keine Bilder oder Informationen zu verbreiten, die die Moral der Bevölkerung schwächen oder den Operationen der Besatzung dienen könnten. Jede Abweichung von diesem Narrativ wird als Kollaboration gewertet.“
(Iyad Al-Bozm, Sprecher des Hamas-Innenministeriums. Al-Bozm fungierte über Jahre hinweg als das offizielle Gesicht des inneren Terrors und war unter anderem für die öffentliche Verkündung von Todesurteilen und Hinrichtungen in Gaza zuständig.)

Wie Monitor die Herkunft eines Hamas-Videos manipulierte

1. Einleitung

In der journalistischen Auslandsberichterstattung ist die Glaubwürdigkeit untrennbar mit der Transparenz der Quellen verbunden. Eine Untersuchung des Falls „Sufyan Abu Salah“ legt nahe, dass bei der Produktion grundlegende journalistische Sorgfaltspflichten verletzt wurden. Wenn wir Nachrichten aus Gaza sehen, vertrauen wir darauf, dass Journalisten die Realität abbilden. Doch bei der Berichterstattung über den Häftling Sufyan Abu Salah, die sowohl in der Tagesschau (04.05.2024) als auch bei Monitor (23.05.2024) zu sehen war, lässt sich nachweisen: Wir sehen keine unabhängige Reportage, sondern eine bewusst inszenierte Geschichte.

Das Mitglied der Medienabteilung des militärischen Flügels der Hamas, Hassan Eslaiah, agiert hierbei als zentraler Regisseur im Hintergrund. Das Videomaterial, das die ARD-Redaktionen als „Handyvideo“ deklarierten, stammt originär aus den Kanälen von Eslaiah. Es ist davon auszugehen, dass die ARD-Mitarbeiter vor Ort in Gaza in direktem Kontakt zu Eslaiah standen und dieser ihnen exklusiv den Kontakt und das Interview mit dem Protagonisten vermittelte. Dass parallel dazu Akteure wie Muthana Al Najjar – der Verbindungen zum Islamischen Jihad pflegt – über denselben Häftling berichteten, beweist: Es handelt sich um eine orchestrierte Kampagne. Die ARD agiert hier als verlängerter Arm dieser Inszenierung, indem sie diese „Story“ aufbereitet und so tut, als sei sie das Ergebnis eigener, investigativer Arbeit.

2. Chronologie der Instrumentalisierung

  • 15.04.2024: Das Videomaterial erscheint exklusiv auf dem Telegram-Account @hpress von Hassan Eslaiah.
  • Transkript 15.04.: Transkription und Übersetzung des Originaltons
    00:00–00:09: Übersetzung: „Der Gefangene Sufyan Abu Salah aus dem Osten der Stadt Chan Yunis; sein Fuß wurde innerhalb der Gefängnisse der Besatzung amputiert und er wurde heute Morgen freigelassen. Gott sei Dank für deine Sicherheit, Sufyan.“
    00:10–00:11: Sprecher (Häftling): „Gott segne dich.“
    00:12–00:27: Frage: „Ist dein Fuß in der Gefangenschaft amputiert worden?“ – Häftling: „Ja, innerhalb, das stimmt, in der Gefangenschaft. Mein Bein entzündete sich dort drinnen und sie weigerten sich, mich ins Krankenhaus zu bringen…“
    00:28–00:30: Frage: „Hattest du vorher Probleme mit etwas?“ – Häftling: „Überhaupt nichts, weder Zucker noch Blutdruck noch irgendetwas anderes.“
    00:31–00:38: Übersetzung: „Gott sei Dank, der Herr der Welten, (ich bin) wieder auf meinen Beinen… Gott sei Dank für deine Sicherheit.“

Schnell verbreitet sich dieses Video auf anderen Telegramkanälen der Hamas und des Islamistischen Jihad.

Screenshot 1

@hossamsshbat
Schmerzhaft. Der Gefangene Sufian Abu Salah, der von der Besatzungsmacht inhaftiert wurde, stand aufrecht, als er verhaftet wurde. Er wurde jedoch aufgrund von Folter und mangelnder medizinischer Versorgung im Gefängnis mit nur einem Bein entlassen. Dies ist ein Beispiel für die Misshandlung palästinensischer Gefangener.

Screenshot 2

@QudsN
Ein Häftling aus Khan Yunis betrat die Gefängnisse der Besatzungsmacht auf eigenen Beinen und kehrte mit nur einem Bein zurück.

Screenshot 3

Muthana Al Najjar (Islamischer Jihad nah)
Muthana Al Najjar filmt ebenfalls Sufyan. Er stellt ihn allerdings als Redakteur vor.
* Siehe dazu auch den Abschnitt: Wer ist Muthana Al Najjar?

  • 03.05.2024: Die Tagesschau greift den Fall auf, ohne die Quelle zu nennen.
    Transkript Tagesschau: „Im Gazakrieg gibt es erneut schwere Vorwürfe gegen die israelische Armee. Sie betreffen den Umgang mit palästinensischen Gefangenen. Betroffene haben dem ARD Studio Tel Aviv berichtet, sie seien schwer misshandelt worden. Israelische Soldaten sollen mit Eisenstangen auf sie eingeschlagen und sie in Käfige gesperrt haben. Die Armee sagt, sie halte sich an internationales Recht. Vor zwei Monaten wurde Soufjan von der israelischen Armee im Gaserstreifen festgenommen. Jetzt ist er zurück. Aber die Freude der Familie wich schnell Entsetzen, als sie hörte, was ihm zugestoßen war. Es war das schlimmste Gefühl, als sie mich über die Amputation informiert haben. Das war der schwierigste Moment in meinem Leben. Soufian, der sagt er habe nichts mit der Hamas zu tun. Er hat lange überlegt, ob er mit uns sprechen soll. Die meisten, der wieder nach Gaza entlassenen sprechen nicht. Sie trauen sich nicht oder sind traumatisiert.“
  • 23.05.2024: Das Magazin Monitor nutzt identische Sequenzen und begeht einen schweren redaktionellen Fehler. Sie zeigt einen Ausschnitt aus dem Propaganda-Video des Hamas Mitgliedes Hassan Eslaiah ohne dies entsprechend zu kennzeichnen und sie löscht die Tonspur.

    Auszug 1: Anmoderation (Georg Restle)

    Transkript Anmoderation: „Luftaufnahmen eines geheimen Gefangenenlagers in der Negev-Wüste in Israel. Ein Haftlager, in dem die israelische Armee palästinensische Gefangene misshandelt und gefoltert haben soll. Guten Abend und willkommen bei MONITOR. Es sind schwere Vorwürfe, die da erhoben werden, auch von israelischen Menschenrechtsorganisationen. Vorwürfe, die im Verdacht gipfeln, dass hinter den Mauern dieses Haftlagers Kriegsverbrechen begangen wurden. Unsere Israel-Korrespondentin Hanna Resch ist diesen Vorwürfen nachgegangen, hat Augenzeugen gesucht und Betroffene. Keine einfache Recherche. Journalisten dürfen das Gelände nicht betreten. Dieses Foto ist das einzige, das bisher öffentlich geworden ist. Kaum jemand, der hier inhaftiert war, traut sich heute vor die Kamera. Viele sind offensichtlich traumatisiert oder haben Angst, dadurch erneut ins Visier zu geraten. Umso erstaunlicher, dass dann doch jemand offen mit uns darüber gesprochen hat.“

    Auszug 2: Bericht ab Minute 09:25

    Transkript ab 09:25: „Dann, nach 52 Tagen Haft wird er an einem Grenzübergang im Gazastreifen ausgesetzt. Handybilder vom Tag seiner Freilassung. Nicht mal Krücken hat man ihm gegeben. Die Erlebnisse im Haftlager haben Sufyan und seine Familie schwer verstört. Noch hofft er auf Gerechtigkeit, doch seine Chancen sind gering. Das Auswärtige Amt fordert eine lückenlose Aufklärung der israelischen Regierung.“

Hintergrund: Wer ist Hassan Eslaiah?

Eslaiah war der einflussreichste Influencer in Gaza und zugleich Mitglied der Medienabteilung des militärischen Flügels der Hamas mit exklusivem Zugang zur Hamas-Führung.

Screenshot 1

„Ein Foto, welches gerade von unserem geliebten Abu Ibrahim aufgenommen wurde.“

Screenshot 2

Hassan Eslaiah am 07.10.2023 morgens in Israel vor einem brennenden israelischen Panzer. Er berichtet live.

Hassan Eslaiah filmt einen israelischen Leichnam an der Einfahrt in den Kibbuz Nir Oz.

Hassan Eslaiah filmt brennende Häuser im Kibbuz Nir Oz. In vielen dieser Häuser wurden israelische Familien lebend verbrannt.

3. Redaktionelle Techniken der Manipulation

Sachverhalt und Chronologie der Instrumentalisierung: Der Beitrag thematisiert vor allem das angebliche Schicksal des Häftlings Sufyan Abu Salah. Das verwendete Videomaterial wurde seitens der Redaktion als anonymes „Handyvideo“ deklariert. Meine Recherchen belegen jedoch eine direkte redaktionelle Kette zu einer Quelle, deren Nähe zum militärischen Flügel der Hamas zweifelsfrei dokumentiert ist.

Forensischer Gegenbeweis: Das Wasserzeichen

Abb. 1: Detail im Monitor-Beitrag

Abb. 2: Originalquelle Eslaiah

Die farbigen Rahmen markieren die identische Stelle des Wasserzeichens. Die Monitor-Redaktion unterschlägt die Herkunft durch Maskierung.

Die ARD-Redaktionen haben das von den genannten Akteuren bereitgestellte Material nicht nur übernommen, sondern durch gezielte redaktionelle Eingriffe in seiner Aussagekraft verändert: Die Monitor-Redaktion übernahm dieses Material, entfernte die Originaltonspur und deklarierte den Ursprung als „Handyvideo“. Dies verschleierte gegenüber dem Zuschauer, dass es sich um ein gezieltes Propagandaprodukt einer terroristischen Organisation handelt.

  • Narrative Inszenierung: Inszenierung durch das Narrativ der „Überzeugungsarbeit“: Während der Beitrag das „Zögern“ des Protagonisten als Zeichen seiner traumatisierten Zurückhaltung rahmen wollte, offenbart die Analyse des Erstveröffentlichungsdatums (15.04.2024 bei Eslaiah) einen anderen Befund: Die ARD-Mitarbeiter vor Ort hatten faktisch direkten Zugriff auf das Videomaterial aus dem Hamas-Umfeld. Das Narrativ der „eigenständigen journalistischen Recherche und Überzeugungsarbeit“ erweist sich somit als Teil einer redaktionellen Inszenierung, um den Anschein einer exklusiven, mühsam erarbeiteten Recherche zu erwecken.
  • Quellen-Maskierung: Verschleierung der Quelle: Speziell die Monitor-Redaktion deklarierte das Material bewusst als bloßes „Handyvideo“. Dies maskiert den Ursprung in den Propagandakanälen von Akteuren, die bereits am 07. Oktober 2023 Gräueltaten dokumentierten. Dem Zuschauer wird durch die Deklarierung als neutrales „Handyvideo“ eine Unabhängigkeit vorgetäuscht, die faktisch nicht existiert.
  • Audio-Manipulation: Manipulation der Beweislage (Audio-Auslassung): Die Monitor-Redaktion entfernte die Originaltonspur des Videos vollständig und ersetzte sie durch einen Off-Kommentar. Dies verhindert, dass der Zuschauer die Aussagen des Häftlings im Kontext prüfen kann. Der Zuschauer ist somit auf die einseitige Interpretation der Redaktion angewiesen, statt die Schilderungen des Zeugen selbst bewerten zu können.

4. Die „Zugriffs-Hypothese“

Die forensische Übereinstimmung des Materials und die präzise zeitliche Kuration legen die Schlussfolgerung nahe, dass die ARD-Redaktionen nicht bloße Nutzer von öffentlich verfügbarem Material waren. Der privilegierte Zugriff auf die Kanäle von Hassan Eslaiah deutet auf informelle Arbeitsbeziehungen hin. Die zentrale Frage lautet daher: Wurden die ARD-Redaktionen als Instrumente einer strategischen Informationskampagne genutzt, oder existiert eine systemische Naivität, bei der die Exklusivität von Bildern schwerer wiegt als die journalistische Integrität?

  • Das „Zögern“ als Glaubwürdigkeits-Falle: Besonders brisant ist die personelle Kontinuität: Dieselbe Autorin, Hanna Resch, verantwortete sowohl den Beitrag in der Tagesschau als auch die Vertiefung im Magazin Monitor. In beiden Berichten wird das Narrativ eines „zögerlichen“ Protagonisten aufgebaut, der erst „überredet“ werden musste, um seine Geschichte zu erzählen. Angesichts der nachweisbaren Einbettung dieses Protagonisten in ein Netzwerk aus Hamas-nahen Akteuren (wie Hassan Eslaiah und Muthana Al Najjar) stellt sich die Frage: War dieses ‚Zögern‘ der Ausdruck einer traumatisierten Person – oder war es ein kalkulierter Prozess, um dieses inszenierte Narrativ kontrolliert in die deutsche Medienlandschaft einzuspeisen? Die forensische Übereinstimmung legt nahe, dass die Hamas die ARD-Mitarbeiter für ihre Propaganda nutzten, und dass die ARD-Mitarbeiter in einem Abhängigkeitsverhältnis stehen.

Screenshots der Instagram Accounts der ARD-Mitarbeiter S. Abu Saif und M. Abu Saif – beide folgen Eslaiah.


Instagram-Post von Hanna Resch

Screenshots aus dem Instagram Account der ARD-Redakteurin Hanna Resch

Beleg: Instagram-Post von Hanna Resch. Die Autorin dankt ausdrücklich den Akteuren @sawahabu und @mhmadabusaf für die „Hilfe“ bei diesem Bericht. Dies belegt, dass kein direkter Kontakt der ARD-Redaktion zum Protagonisten stattfand, sondern die Geschichte über diese spezifischen Quellen in Gaza kuratiert wurde.

Fazit zur Verifizierung: Vor allem fehlt hier jegliche Form der unabhängigen Verifizierung. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass Eslaiahs Informationen bzw. Narrative faktisch ungeprüft als Basis für den Beitrag übernommen wurden. Eine journalistische Gegenrecherche fand offenkundig nicht statt.

5. Fazit: Eine journalistische Kapitulation

Der Fall Abu Salah ist ein Lehrstück über den Verlust journalistischer Distanz. Die „Koproduktion“ von Narrativen schädigt die Glaubwürdigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks massiv. Wir Zuschauer müssen uns darauf verlassen können, dass Nachrichten-Redaktionen – egal ob bei der Tagesschau, Monitor oder beim Spiegel – ihre Quellen kritisch hinterfragen. Die Aufbereitung dieses Materials zeigt jedoch eine gefährliche Nähe zu Akteuren, deren Interessen weit von einer neutralen Berichterstattung entfernt sind.

Besonders kritisch ist dabei die methodische Einseitigkeit: Anhand der Aussagen eines einzelnen Zeugen konstruiert die ARD den schweren Vorwurf eines Kriegsverbrechens durch Israel. Ein vergleichbarer journalistischer Aufwand, der die systematischen Kriegsverbrechen der Hamas mit derselben Intensität thematisiert, findet nicht statt. Noch schwerwiegender ist der selektive Umgang mit den Quellen: Redaktionen nutzen Material von Influencern wie Hassan Eslaiah, um ein spezifisches, gegen Israel gerichtetes Narrativ zu stützen. Obgleich sie Zugriff auf die Kanäle solcher Akteure haben, verschweigen sie deren Wirken und deren direkte Beteiligung am 07.10. – obwohl das Beweismaterial in Hülle und Fülle vorhanden wäre. Es drängt sich der Eindruck auf, dass hier Schnelligkeit oder das Ziel, ein bestimmtes Bild zu zeichnen, schwerer wiegen als die Transparenz gegenüber dem Publikum und eine ausgewogene, wahrhaftige journalistische Einordnung.

Der Propagandazug des Islamischen Jihad

Auch der Islamische Jihad sprang aktiv auf diesen Propagandazug auf.

* Wer is Muthana Al Najjar?

Am 17.04.2024 veröffentlichte Muthana Al Najjar ebenfalls ein Video mit Sufyan Abu Salah. Al Najjar ist bestens mit Eslaiah vernetzt und war am 07.10. selbst in Israel vor Ort, um dem Massaker begeistert beizuwohnen. Als direkte Folge dieser Propagandatätigkeit folgte in seinen Kanälen das bekannte Video der Entführung der Familie Bibas.

Al Najjar Nir Oz

Muthana Al Najjar kommentiert die Geiselnahme der Bibas Familie, daneben filmt Al Najjar die Massaker und Geiselnahmen in Nir Oz.

Übersetzung des Postings: „Die bewaffneten Kämpfer behandelten sie entsprechend ihrer Moral, indem sie eine Siedlerin und ihre Kinder in den Gazastreifen brachten. Aufnahme von Muthana Al Najjar.“

Screenshot Sufyan Video

M. Al Najjar interviewt am 17.04.2024 Sufyan Abu Salah.

00:00–00:10: Sprecher (der Häftling, Sufyan Abu Salah): „…Sufyan, ich bin natürlich Sufyan… das ist mein Gewicht hier: 80 Kilo, das war vor der Verhaftung. Schau dir mein Gewicht jetzt an, mein Gewicht hier, nach der Verhaftung, überschreitet nicht die 50-55 Kilo.“

00:12–00:23: Sprecher (Sufyan Abu Salah): „Ich bin natürlich der Bürger Sufyan Muhammad Ibrahim Abu Salah… [Es gab] Zusammenstöße in der westlichen Region der Stadt Chan Yunis und die Schule wurde belagert. Die israelische Armee forderte uns auf, die Schule sofort zu evakuieren…“

00:35–00:43: Sprecher (Sufyan Abu Salah): „…Die westliche Region der Stadt Chan Yunis wurde gestürmt, und die Schule wurde belagert. Die israelische Armee forderte uns auf, die Schule sofort zu evakuieren, sie schickten uns Vertreter… die Schule wurde evakuiert, die Frauen getrennt [von den Männern] und die Männer getrennt.“

00:45–00:54: Sprecher (Sufyan Abu Salah): „…Die Frauen ließen sie gehen, natürlich forderten sie die Männer auf, ihre Kleidung auszuziehen und verhörten sie einen nach dem anderen. Sie verhafteten etwa 70-80 Personen, natürlich waren wir unter den Verhafteten…“

Der Spiegel und die Hamas

Der Spiegel benutzte ebenfalls das Material des Hamas-Mitgliedes Hassan Eslaiah in seiner Ausgabe 24-2024 vom 07.06.2024. Der Israel-Korrespondent Thore Schröder schreibt auf 5 langen Seiten eine Geschichte auf, wie die Hamas es sich nicht besser hätte wünschen können.

Spiegel Artikel 1
Spiegel Artikel 2

Die erwähnte Spiegel-Mitarbeiterin Ghada Al-Kurd aus Gaza scheint ebenfalls direkte Verbindungen zum Propaganda-Netzwerk um das Hamas-Mitglied Hassan Eslaiah zu haben.


Ghada Al-Kurd

Ghada Al-Kurd interviewt Sufyan Abu Salah.