In eigener Sache

Ein Rückblick, eine Zäsur und der große Showdown nach dem Urlaub

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Follower,

aus meinem Urlaubsantritt möchte ich mich nochmals bei allen Unterstützern meiner Arbeit recht herzlich bedanken. Bitte tragt meine Artikel weiter, teilt sie in den sozialen Netzwerken und lest sie am besten der Reihe nach. Ich weiß, es ist viel Stoff. Mir ist auch bewusst, dass diese Artikel noch nicht vollständig sind – ich hätte liebend gern vieles noch gründlicher journalistisch ausformuliert und tiefer dargestellt, doch die finanziellen und zeitlichen Ressourcen setzen mir im Moment harte Grenzen.

Was passiert in den nächsten Wochen?

Ich hatte kurz vor meinem Urlaub einigen Medien sowie N. Potter ein detailliertes Exposé per E-Mail zugesandt. Es trat das ein – wie so oft in der heutigen Medienlandschaft – was ich vermutete, ich erhielt keine Antwort.

Deshalb habe ich ich diese Geschichte auf X veröffentlicht. Es ist das Dossier Nr. 6 mit dem Titel:

🔥 „Die ARD, die Hamas und der Osama aus Gaza“

In bewusster Anlehnung an den Artikel von Sven Röbel und mir in DER SPIEGEL (23/2023): „Putin, die RAF und der Dietmar aus Dillingen“.

Der Kern von Dossier Nr. 6:

Dieser Fall zeigt das ganze Dilemma der aktuellen Berichterstattung: Auch dieser „Osama“ war Augenzeuge der Geiselverbringung in das Al-Shifa-Krankenhaus. Aber er war – und ist – noch viel mehr: ein glühender Hamas-Anhänger, der die Massaker vom 7. Oktober euphorisch feierte.

ARD, ZDF und Der Spiegel arbeiten bei ihrer Berichterstattung aus Gaza mit sogenannten „Ortskräften“ zusammen – sie nennen sie unabhängige Journalisten und Fotografen. In offiziellen Statements bezeichnen die Sender deren Berichte als neutral. Die Korrespondenten geben Interviews, in denen sie behaupten, sie hätten Angst vor der Hamas, ihre Arbeit vor Ort sei äußerst schwer und viele Menschen in Gaza würden sie meiden, weil sie für westliche Medien arbeiten.

In meiner großen Recherche zu diesen Medien zeige ich: Diese Statements sind Lügen. Ich belege lückenlos, dass ARD, ZDF und Der Spiegel bei ihrer Berichterstattung in den Fängen der Hamas sind.

Warum ich diesen Weg gehen muss – Meine finanzielle Lage

Ich bin ein geduldiger Mensch. Ich weiß, dass meine gelegentlichen Unterstützungsaufrufe manchmal wie „Bettelei“ klingen. Ich mag das selbst überhaupt nicht, um ehrlich zu sein. Am liebsten würde ich von einem Medienunternehmen bezahlt werden, damit ihr meine Texte frei und unabhängig lesen könnt. Doch kein Medium ist derzeit bereit, meine Recherchen überhaupt zur Kenntnis zu nehmen.

Meine finanzielle Lage ist prekär, und wie es derzeit aussieht, werde ich mir weitere Recherchen in diesem Umfang schlicht nicht mehr leisten können. Mit dem oben angekündigten Dossier Nr. 6 werde ich meine Arbeit auf diesem Blog daher vorerst einstellen und den Blog einfrieren müssen.

Ich habe jedoch eine Idee, wie es trotzdem weitergehen könnte – auch wenn dies finanzielle Vorleistungen erfordert. Ich möchte meine bisherigen Recherchen in einem Fortsetzungsbuch zusammenfassen. Insgesamt neun Texte werden journalistisch komplett überarbeitet und neu gestaltet. Als Abonnenten per E-Mail oder via Download sollt ihr diese Dossiers dann kapitelweise erhalten. Der Preis für das Gesamtwerk soll nach meinen ersten Vorstellungen bei 12 € liegen.

📢 Aufruf an meine Leserschaft: Technische Unterstützung gesucht!

Um dieses Vorhaben zu realisieren, suche ich einen Unterstützer, der für mich eine Crowdfunding-Page (oder Plattformen wie Steady/Substack) einrichtet und die nötige digitale Infrastruktur aufbaut. Wenn Sie über das entsprechende Wissen verfügen und diese Arbeit für essenziell halten, schreiben Sie mir bitte unter: wolfgang_tietze@snafu.de

Wer bin ich? Ein Blick auf meine Expertise

Einige werden sich angesichts der Schärfe meiner Berichte fragen: Hat er überhaupt die nötige Expertise? Hier ist ein kurzer, ungeschönter Abriss meiner Biografie:

Ich bin 73 Jahre alt, verheiratet, habe zwei Söhne und zwei Enkel und wohne seit 1978 in Berlin. Meine Defizite? Kein Karriere förderndes Verhalten und eine nachweislich schlechte Selbstvermarktung. Aber ich blicke auf über 40 Jahre harte investigative Arbeit zurück:

  • Seit 1983 journalistisch tätig: Aufdeckung (zusammen mit dem WDR) des Berliner Heizölpanschskandals. Mein Beitrag in Monitor bewirkte damals den Rücktritt des CDU-Innensenators Lummer und des Umweltsenators Vetter (FDP).
  • Politische Vergangenheit: Bis 1990 Mitglied der Alternativen Liste (AL) Berlin, davon zwei Jahre im Geschäftsführenden Ausschuss., ständiges Mitglied im Delegiertenrat. Ende 1990 trat ich aus der AL aus.
  • Spiegel TV & DER SPIEGEL (1990–2003): 13 Jahre lang war ich direkt Stefan Aust unterstellt und nur ihm verpflichtet. 1992 enttarnte ich meinen engen Freund Dirk Schneider (AL), den ersten grünen Bundestagsabgeordneten, als Stasi-Spitzel „Ludwig“.
  • Maueröffnung & Polit-Affären: 1990 recherchierte ich im Auftrag von Stefan Aust zur Maueröffnung an der Bornholmer Straße (seitdem nehmen er und G. Mascolo diese Recherche für sich in Anspruch). Von 1990 bis 1996 führte ich die Recherchen zur Stasiverquickung von L. de Maizière, Stolpe und Gysi.
  • Die Trennung vom SPIEGEL (2002): Der Spiegel trennte sich von mir, nachdem ich Aust vorgeworfen hatte, seinem damaligen Freund Bundeskanzler Schröder zuliebe Dokumente zu meinen Recherchen über die Hunzinger AG, Verteidigungsminister Scharping und Cem Özdemir vom Markt kaufen zu wollen. Die Story wurde daraufhin von meinem Informanten an den Stern verkauft. In Austs Biografie wird mein Name bis heute mit keinem Wort erwähnt.
  • Von 2003 bis 2022: Arbeitslos, aber niemals beschäftigungslos.

Die historische Blaupause: Das Erbe der Schatten-Netzwerke

Meine Fähigkeit, die heutigen Verflechtungen in Nahost zu durchleuchten, basiert auf meiner tiefen Erfahrung mit Geheimdienstarchiven. Anfang 1990 erfuhr ich als erster Journalist, dass die DDR zehn gesuchte RAF-Terroristen versteckt hielt. Jahrelange, intensive Gespräche mit ehemaligen Stasi-Mitarbeitern der HA XXII (Terrorabwehr) gaben mir einen tiefen Einblick in die Welt des internationalen Terrorismus – insbesondere auch in jenen, der uns heute in Nahost beschäftigt.

Dieses Wissen ist kein verstaubtes Relikt. Es ist die direkte operative Blaupause für das, was wir heute erleben.

Ich veröffentliche hierzu demnächst ein brisantes ungeschwärztes Dokument aus dem BStU-Archiv:

  • Die Akten belegen, wie das MfS 1987 eine Ausländer-Information zu Aktivitäten des libyschen Geheimdienstes unter Nutzung ausländischer Studenten in der DDR anlegte.
  • Gesteuert wurde das Netz unter anderem durch einen in Syrien (Damaskus) wohnhaften Palästinenser: Dr. Musa.
  • Das MfS rekrutierte gezielt arabische Studenten wie den IMB „Karsten Berg“ (Assem Jarrah) in Greifswald für konspirative Einflussoperationen und die „Informationsgewinnung“ in Westberlin und Europa.

Schaut man in die Akte, sieht man die exakte Parallele zu heute:

  1. Tarnung als Wissensquelle: Die Zielstellung wurde konspirativ als bloße „Informationsgewinnung“ deklariert, um den Charakter der Operation zu verschleiern. Genau so, wie man uns heute Aktivisten als „neutrale Ortskräfte“ verkauft.
  2. Finanzielle Abhängigkeit: Es wurden konkrete Vorplanungen (60.000 Dollar Budget, 400–500 Dollar monatliche Zuwendungen pro Mitglied) getroffen, um logistische Strukturen und technische Ausrüstung zu sichern.
  3. Umgehung offizieller Kanäle: Es gab ein striktes Verbot, das offizielle libysche Volksbüro einzuschalten, um im Verborgenen zu operieren.

Und hier schließt sich der Kreis zur Gegenwart: Derselbe Name – Dr. Musa – taucht heute als Funktionsträger im Hamas-gesteuerten Gesundheitsministerium in Gaza auf, der zentralen Drehscheibe für die mediale und logistische Kontrolle der Narrative vor Ort. Ist dies nur ein Zufall, oder blicken wir hier auf das Überdauern jener operativen Kader-Strukturen, die bereits vor vier Jahrzehnten unter den Augen der Stasi perfektioniert wurden?

Wer die operativen Handbücher kennt, weiß: Information ist in einem totalitären Umfeld niemals neutral. ARD, ZDF und Der Spiegel ignorieren diese fundamentalen Lektionen der Geschichte.

Ausblick & Roadmap

Dieser Text und das kommende Dossier Nr. 6 sind erst der Anfang. Ende Juni erscheint mein vollständiger, großer Artikel unter dem Titel:

„07. Oktober: ‚Lost in Nahost‘ – Die Berichterstattung der ARD in den Fängen der Hamas“

In den darauffolgenden Monaten werde ich die Reihe fortsetzen und die Berichterstattung des ZDF sowie des SPIEGEL einer ebenso detaillierten forensischen Analyse unterziehen. Parallel dazu wird meine offizielle ICC-Meldung in Den Haag durch diese Beweisführung kontinuierlich erweitert.

Die Aufarbeitung hat gerade erst begonnen. Wenn Sie mich auf diesem schweren Weg unterstützen wollen, melden Sie sich bezüglich des Crowdfundings bei mir.

Ich schreibe dies nun aus meinem Urlaub. Die Wahrheit bleibt nicht im Verborgenen.

Wolfgang Tietze