Übersetzung der Textbotschaften auf dem Bild:
- Revolution des 26. Juni (Auf der Flagge)
- „Sei wütend, denn Gott hat keine Völker erschaffen, die sich unterwerfen.“ (Linkes Schild)
- „Sei wütend, denn wenn du heute kniest, wirst du für Tausende von Jahren weiter knien.“ (Rechtes Schild)
- „Unsere Würde ist unbezahlbar … Unsere Freiheit duldet keinen Aufschub …“ (Bildrand unten)
- „Wir werden nicht knien, wir werden nicht schweigen, wir werden nicht vergessen.“ (Kleines Schild rechts unten)
Menschen aus Gaza, über die niemand berichtet
„Unsere Augen und Ohren in Gaza“ – dies hört oder liest man oft, wenn es um Gaza geht. Gemeint damit sind die vermeintlichen Journalisten, die für westliche Medien vor Ort berichten. Sie werden als Augenzeugen, als authentische Stimmen präsentiert. So erzeugen die Medien Seriosität für ihre Berichterstattung aus dem Konfliktgebiet. Was dabei beflissentlich verschwiegen wird, ist die Tatsache, dass diese Augenzeugen zumeist aus dem Dunstkreis der Hamas stammen. Die Hamas duldet keine unabhängige Berichterstattung.
Wer dies trotzdem versucht, wird schnell reglementiert. Die Hamas überwacht jegliche Meinungsäußerung in Gaza. Kritiker werden umgehend als Agenten Israels gebrandmarkt. Sie müssen Verhaftungen und Misshandlungen befürchten, nicht selten bis hin zum Tod. Die Hamas kennt kein Erbarmen mit kritischen Stimmen.
In den Mainstream-Medien erfuhr der Leser und Zuschauer in den letzten Jahren nichts darüber. Diese kritischen Stimmen passten nicht in das gewünschte Bild der Berichterstattung.
Ich möchte hier einigen dieser kritischen Stimmen einen Platz geben. Leider war es mir aus verschiedensten Gründen nicht möglich, tiefgehende Recherchen zu jedem einzelnen Schicksal durchzuführen. Vielleicht hilft dieser Text, notwendige Informationen über diese wichtigen, aber zum Schweigen gebrachten palästinensischen Stimmen zusammenzutragen.
Die angefügten Beispiele sind lediglich eine Auswahl. Über diese verfüge ich Screenshots von Meldungen auf X und Telegram. Sie stehen stellvertretend für die vielen kritischen Stimmen aus Gaza, die ohne den Terror der Hamas und der anderen Terroristen leben wollten bzw. leben wollen.
Über einige ist bekannt, dass sie misshandelt und ermordet wurden. Bei einigen gibt es Meldungen, dass sie mehrfach misshandelt wurden; ihr weiteres Schicksal liegt im Dunkeln. Andere wurden von der Hamas entführt – auch hier bleibt ihr Verbleib ungewiss. Den hier aufgeführten Namen füge ich jeweils die mir vorhandenen Meldungen aus den sozialen Medien bei.
Ein Appell an die Öffentlichkeit
Wenn am 26.06. die angekündigte Demonstration der Opposition stattfindet, sollten wir die Menschen nicht vergessen, deren Stimmen bereits vor diesem Tag gewaltsam unterdrückt wurden. Journalismus hat die Aufgabe, auch über die zu berichten, die keine laute Lobby haben.
Haben Sie weitere Informationen, Zeugenaussagen oder Belege zu den hier genannten oder anderen kritischen Stimmen aus Gaza? Ich lade Sie ein, diesen Beitrag als Ausgangspunkt für eine gemeinsame Dokumentation zu verstehen. Bitte kontaktieren Sie mich direkt per E-Mail unter: wolfgang_tietze@snafu.de.
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